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Drei Kinder lächeln und betrachten ein kleines Haus. Der Junge in der Mitte hält eine Lupe und scheint etwas zu erklären. Das Mädchen auf der rechten Seite hält ein Buch und hört zu. Das Haus hat ein rotes Dach und eine Flagge.

Schulstruktur

Diversität und altersheterogene Klassen

Unser Ansatz
Diversität ist ein zentraler Bestandteil unseres Schulkonzepts. Wir begegnen ihr auf vielfältige Weise, unter anderem durch unsere Familienklassen, die seit Herbst 2017 etabliert sind.

Familienklassen der Grundstufe 1

Die Grundstufe 1 wird seit 2017 kontinuierlich weiterentwickelt und vom Land Steiermark mit zusätzlichen Fördereinheiten (flexibler Schuleingang) unterstützt. Bis zu vier Stunden werden die Klassenlehrerinnen dabei von Kolleginnen unterstützt.

Die Lehrer*innen arbeiten im Team, planen gemeinsam und bringen ihre individuellen Stärken ein. Die Kinder haben eine Stammgruppe als Hauptbezugsgruppe, lernen und arbeiten aber häufig klassenübergreifend in Kleingruppen oder nach Interessen und Lernstand.

Unsere Familienklassen, etwa die „Erdmännchen-, Bären- oder Bienenklasse“, sind altersgemischt und bleiben über die gesamte Schulstufe 1 bestehen. Kinder wechseln erst, wenn sie bereit für die Grundstufe 2 sind. Dadurch können sie die Grundstufe 1 flexibel in ein bis drei Jahren durchlaufen, ohne die Klasse wechseln zu müssen.

Warum altersheterogene Klassen?

Altersgemischte Klassen unterscheiden sich grundlegend vom traditionellen Jahrgangsunterricht, der Kinder strikt nach Geburtsdatum einteilt. Besonders in der Schuleingangsphase gibt es enorme Entwicklungsunterschiede zwischen gleichaltrigen Kindern – teilweise bis zu drei Jahre.

Ein Unterricht, der nur am Durchschnitt orientiert ist, überfordert einige Kinder und unterfordert andere. Beides beeinträchtigt das Lernen und kann langfristige Folgen haben.

In altersheterogenen Klassen lernen die Kinder voneinander: Die Jüngeren profitieren von den Älteren, die Älteren übernehmen Verantwortung und festigen ihr Wissen, indem sie erklären. Dieses Prinzip entspricht dem natürlichen Lernen in der Familie.

  • Kinder, die Schwierigkeiten haben, können in ihrem eigenen Tempo lernen, finden aber gleichzeitig Unterstützung.

  • Fortgeschrittene Kinder werden gefordert, ohne dass sie sich abheben oder andere übersehen.

  • Wiederholen oder Überspringen einer Klasse ist jederzeit möglich, immer eingebettet in die Gruppe.

So entsteht ein dynamisches, sich ständig veränderndes Lernumfeld, das die individuelle Entwicklung jedes Kindes optimal unterstützt.

Grundstufe 2

Nach der Grundstufe 1 wechseln die Kinder in die Grundstufe 2. Auch hier arbeiten die Lehrer*innen im Team, planen klassenübergreifend und nutzen Epochenpläne in Deutsch und Mathematik. Diese strukturieren den Unterricht in Themenblöcke und Kern- sowie Erweiterungsgebiete. Die Kinder dokumentieren ihre Lernfortschritte selbstständig und gestalten aktiv ihren Lernprozess.

Klasseneinteilung

Die Zusammensetzung der Klassen ist Aufgabe des Lehrer*innenteams. Ziel ist es, vielfältige Kindergruppen zu bilden, die voneinander lernen und profitieren. Elternwünsche können genannt, aber nur eingeschränkt umgesetzt werden, um ein ausgewogenes Gruppenklima zu gewährleisten.

Ein Besuch der Klassen vor Schulbeginn ist möglich und empfehlenswert, um einen realistischen Eindruck vom Schulalltag zu erhalten.